Jagdblut-Geschichte

Kleine Ansprache xDD. Hier ist meine Geschichte. Solang sie läuft, werden immer Teile hinzugefügt. Ich hab sie einfach mal auf eine Seite gepackt, damit ihr sie immer lesen könnt ;) . Viel Spaß^^. Ich=lila Schriftfarbe, Elfi=pinke Schriftfarbe^^
Eure Vio 

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Heute zog mich Jane vorwärts zum Mittagessen. “Komm, sonst ist kein Platz mehr übrig”, rief sie, “und wir wollen doch noch Pizza abhaben!” Also rannte ich etwas schneller.

Ich musste aufpassen, dass mir nicht die ganzen Bücher runterfielen. “Puuuh, komm schnell Saku.”, rief Jane. “Ich lauf ja schon so schnell wie ich kann! Da siehst du, die Rennerei wäre gar nicht nötig gewesen.”, sagte ich. “Nee, die 5-Klässler wollten bestimmt den Tisch!”, sagte Jane. Sie schaute die kleinen Jungs finster an. “Naja, jetzt haben wir es doch geschafft.”, sagte ich. “Juhu, Pizza!”, jubelte Jane. Ihre blonden Haare wirbelten herum. “Pass auf, dass die nicht in die Pizza kommen.”, sagte Vicky und zeigte auf Janes Haare. “Keine Angst Vicky, du kannst dich aber um dein Gesicht sorgen, in dem vielleicht eine Faust landen wird.”, sagte Jane. Ich kicherte. Das wird ein anstrengender Tag sein…

“Mum, ich fühl mich nicht so gut…”, sagte ich, als ich nach Hause kam. “Schätzchen, was ist denn los?”, rief sie. “Ich habe ständig Kopfschmerzen.”, sagte ich. “Wir werden gleich zum Arzt fahren!”, sagte sie besorgt. Im Auto angelangt wurden die Kopfschmerzen noch  schlimmer. “Mum, beeil dich bitte…”, sagte ich. 

Der Arzt konnte sich gar nicht erklären, wieso ich so schreckliche Kopfschmerzen hatte. Nein, es waren nicht mal Kopfschmerzen. Es war schlimmer…

Als ich zu Hause im Bett lag, war es noch schlimmer… Mein ganzer Körper tat weh, als ob mich etwas überfahren hätte. Und dann geschah etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte… Ein Geist erschien! Er war von zarter Gestalt, eine junge Frau mit langen Blonden Haaren, die um ihren Körper schwebten. “Sakura?”, fragte sie. Ich zitterte am ganzen Leib. “G…Ge…Geh weg!”, rief ich. “Hab keine Angst! Ich bin eine Göttin und möchte dir erklären, wieso dein Körper so weh tut.” , sagte der Geist. “Okay… Wieso?”, fragte ich. “Du bist nicht aus dieser Welt, Sakura.”, sagte die Göttin. “Was? Aus welcher dann?”, fragte ich erstaunt. “Nimm meine Hand!”, sagte die Göttin. Ich nahm sie folgsam. Die Göttin schloss die Augen und wir verschwanden in einem Schleier von Regenbogenfarben. Schließlich landeten wir in einem Wald, in einem Wald wie aus einem Märchen. “Wir sind im Elfenwald. Hier gehörtest du hin. In die Welt von Isya.”, sagte die Göttin.

“Was? Ich… ich bin eine Elfe?”, fragte ich erstaunt. “Ja das bist du.”, antwortete sie. “Und… wieso tut dann mein Körper so weh?”, fragte ich. “Du wurdest nach deiner Geburt von den Feinden der Elfen in die Menschenwelt entführt. Dort verwandelten sie dich in einen Menschen. Jetzt haben wir, die Elfen, dich gefunden und somit sind wir in einer Nacht zu dir gekommen und haben dir ein Mittel verabreicht. Du verwandelst dich gerade in eine Elfe zurück.”, erzählte sie. Ich konnte meinen Augen nicht trauen! Ich war eine Elfe??? “Und was wird dann in Zukunft sein?”, fragte ich. “Nun, du wirst in unsere Welt zurückkehren.”, sagte die Göttin. “Und wie werde ich das machen?”, fragte ich, nicht möglich, mich zu rühren. “Jemand wird dich abholen.”, sagte die Göttin. Das war bestimmt nur ein Traum… ein komischer Traum! Das konnte nicht wahr sein.. nein… Aber… Es fühlte sich so real an….

Tage vergingen, Wochen vergingen… Aber keiner kam und wollte mich “abholen”. Also dachte ich dann fest dran, dass es ein Traum gewesen sei. Montagmorgen kam ich nur schwer aus dem Bett. Ich hatte vielleicht 5 Stunden geschlafen, weil ich ständig darüber nachdenken musste… Müde ging ich ins Bad, wusch mir die Haare, putzte mir die Zähne und ging schließlich in die Schule. Jane konnte ich nirgendwo entdecken, also ging ich gezielt zum Klassenraum. Plötzlich tippte mir jemand auf die Schulter, ich fuhr herum und konnte meinen Augen nicht trauen. Ein Junge (oder ein Mann?) stand vor mir, er hatte blonde Haare, sah aber nicht so aus wie ein kleines Kind. Er hatte eine ganz blasse Haut und grüne Augen und auch Muskeln. Er kam mir vor wie die Männer in den Fitnessprogrammen im Fernsehen, wo einem zeigen, wie man Fitnessübungen macht und Gewichte stemmt. “Hallo, hab keine Angst.”, sagte er dann. “Ähm Hi.”, sagte ich. “Ich bin hier um dich in die Elfenwelt zu bringen.”, sagte er. Himmel! Ich hatte das gar nicht geträumt. “Folge mir.”, sagte er und nahm meine Hand. Wir gingen von der Schule weg zu einem Baum. “Drück dich ganz fest an mich”, sagte er, “sonst klappt es nicht.” Ich drückte mich folgsam an ihn. Er sprach ein paar komische Worte (ein Zauberspruch?) und wir wurden in pinkes Licht gehüllt. “Das kann nicht sein…”, murmelte er. “Was ist?”, fragte ich. Er fing sich schnell wieder. “Nichts.”, sagte er.
Der Mann nahm meine Hand, als wir auf einer Terasse aus Holz landeten. Er führte mich zu einem Mann, der einen langen Bart und ein Gewand hatte. Er sah aus wie ein Zauberer aus einem Märchen. Er fasste sich an den Bart “Soso, du bist es Sakura? Wieso hast du uns einfach so verlassen?” Er lachte “War nur ein Spaß, komm in meine Arme!”, sagte er. Ich schaute in verdutzt an. “Achso, du weißt ja gar nicht mehr wer ich bin,”sagte er “Ich bin dein Großvater, Sakura!” Das da war mein Großvater? Aber… war dann meine Mutter auch nicht meine Mutter? “Jetzt fragst du dich natürlich, wer dann deine Mutter ist, oder?” Konnte er Gedanken lesen?! Ich nickte. “Nun, sie ist die Elfenkönigin. Und dein Vater selbstverständlich der Elfenkönig.”  Jetzt wurde mir leicht schwindelig… Was passierte…? Ich fiel und auf einmal wurde alles schwarz… 

Mein Kopf tat so weh… “Keine Angst, alles okay. Sie war nur kurz in Ohnmacht gefallen…”, sagte eine Stimme. Hände untersuchten meinen Körper… Langsam öffnete ich meine Augen. Und da lag ich, auf einem Bett und ein Arzt untersuchte mich. “Ach Sakura, du hast uns einen richtigen Schrecken eingejagt. Wieso fällst du einfach so in Ohnmacht?”, fragte mein Großvater. “Nun, jetzt ist ja alles okay, oder?” Er schaute zum Arzt. Oh mein Gott! Das war der blonde Mann von vorher! “Ja, alles okay. Aber sie sollte sich nicht zu überanstrengen.”, sagte er. Apropo, wieso bin ich denn jetzt in Ohnmacht gefallen? Als ob er meine Gedanken lesen konnte, sagte er:”Das war alles etwas viel für dich. Bestimmt bist du deswegen in Ohnmacht gefallen.” Okay.. Moment! Meinte er damit mein Gehirn war zu überanstrengt?! Ich schaute ihn böse an. Er seufzte “Nein, damit mein ich das nicht.” Er konnte Gedanken lesen! Das war die einzige Erklärung!! “Ich gehe nun. Wenn etwas ist, rufen Sie mich an, ja?”, sagte er. ”Wenn sie sich wieder mit dem ganzen überanstrengt” hieß das wohl… Egal. Der Kerl interessiert mich eh nicht! “Sakura, schlaf noch etwas.”, sagte mein Grandpa. Ich schaute ihn verdutzt an. Mir gings doch gut! Ich war gar nicht müde. “Aber… ich bin gar nicht müde!”, sagte ich deswegen. “Hmm… Na gut, aber bleib im Bett. Moment, ich mache dir mal einen Tee.” Er ging aus dem Zimmer. Jetzt realisierte ich erst alles. Ich erinnerte mich daran, wo ich war.. ich war in einem Märchenland, voller Fantasiegestalten. Wie in den ganzen Fantasybüchern, die ich so gern las. Ich schaute mich im Zimmer um. Wow! Hier war es echt schön. Das Bett bestand hauptsächlich aus Blumen, Blättern und Holz. Die Tapete war in pastellgrün und dern Kronleuchter verziert mit rosa Blüten. Ich schaute aus dem Fenster.

 

Omg wie schön es hier war… Hier würde ich etwa wohnen..?

Am nächsten Morgen kam mein Großvater mit dem Arzt an, besser bekannt: Der blonde Mann/Junge (?) wo mich hierhin gebracht hat. “Ich hab ihn dir noch gar nicht vorgestellt. Das ist… Eliod.”, sagte mein Großvater. “Hallo”, sagte ich. Der sah ja wirklich süß aus. (War mir irgendwie noch gar nicht aufgefallen… Aber ich werde doch nicht mit dem Kerl flirten?! Ich hatte doch keine Ahnung, wie alt er war. Außerdem, flirtete man hier genauso wie in der Menschenwelt? “Schön, Sie wiederzusehen.”, sagte Eliod und nahm meine Hand. Ich wurde kurz rot. Mist! “Er ist hier um zu schauen, wie es dir geht. Aber wie es scheint, bist du wieder ganz auf den Beinen. Und deine Gesichtsfarbe ist wirklich besser geworden. Deine Backen sind schön rosig.” Mein Großvater lächelte. Na toll, musste er mir das auch noch sagen? “Aber sicher ist sicher. Ich werde dich nochmal untersuchen.”, sagte Eliod. “Okay, ich hole dann deinen Lehrer.” Meinen Lehrer? “Bis Später.” Mein Großvater verschwand durch die Tür. “So, ich werde erstmal dein Herz abhören, dann dein Fieber messen und so weiter. Du weißt ja…”, sagte Eliod. Er holte alles mögliche aus seiner Tasche , nahm das eine Ding da mit dem man das Herz abhört in die Hand. Ich vergaß immer den Namen von dem Ding. Er kam mir immer näher, legte das Ding an meine Brust und hörte mein Herz ab. Na toll! Ausgerechnet jetzt… wo mein Herz so schnell schlug. “Hmm… Es schlägt etwas schnell aber okay.” Das war mir peinlich. Aber richtig. Ich musste doch irgendwas sagen… Ich erkundigte mich nach seinem Alter. “Sagen Sie, wie alt sind Sie überhaupt? Sie sehen aus wie 17.”, sagte ich. Er lachte. “Ich bin genauso alt wie du, Sakura. Und bitte sieze mich nicht.” So alt wie ich? Aber was war dann mit der Schule?! “Okay. Dann nenne ich dich Eliod, ja? Aber was ist denn hier mit der Schule? “, sagte ich. “Gut so. Hier läuft es anders ab als bei dir, Sakura. Die Kreaturen hier bei uns arbeiten schon mit 15.”, sagte Eliod. “Aha. Das kann ich mir nicht vorstellen… Ist Ihr ähm dein Beruf dann Arzt?”, fragte ich. “Arzt nennen wir uns hier nicht. Eher Heiler. Ich bin nicht nur Heiler. Ich bekämpfe Monster, mit Bogenund Pfeil. Als du noch klein warst, kannten wir uns.”, sagte er. “Als ich klein war? Aber ich wurde doch als Baby entführt, oder?”, fragte ich. “Das ist hier so eine Sache. Die Kinder können von klein auf schon reden. Du wurdest mit ca. 6 Monaten entführt. Wir waren so was wie Sandkastenfreunde früher.”, antwortete er. “Achso… Wieso erinner ich mich nicht an dich oder an etwas vom Elfenreich?”, fragte ich. “Die Monster haben dir anscheinend einen Vergessheitstrank verabreicht.”, antwortete Eliod und starrte mich an.
“Ähm Eliod?”, fragte ich. Doch er antwortete nicht. “Hallo?”

Eliod?! Alles okay?”, rief ich und schüttelte ihn. Seine Starre ging weg und er blinzelte mit den Augen. “Ich muss sofort mit dem König sprechen.”, sagte er. Ich traute meinen Augen nicht. Was war denn los? “Bleib hier, Sakura.”, sagte er. Und schon verschwand er. Ich guckte ins Leere… Da kam mein Großvater. “Wo ist Eliod?”, fragte er. “Er war auf einmal erstarrt und sagt dann, er wolle zum König.”, antwortete ich. “Oh! Du wunderst dich jetzt, oder?”, fragte er. “Hmm.. Ja.. Ich hab gedacht, was ist denn jetzt los. Was war mit ihm los?”, fragte ich ihn erstaunt. “Alsoooo… Da muss ich dir viel erzählen”, sagte er und holte tief Luft, “Manche Elfen haben eine Gabe. Es gibt vielleicht Millionen Gaben… Elfen erfahren sie in einer dramatischen Situation. Diese Gabe ist ihre Magie. Es ist ihr Beruf. Z.B. gibt es Elfen, die sich mit Mixturen auskennen, obwohl sie es noch nie gelernt haben. Sie brauen Medizin, Mittel gegen andere Sachen, besondere Tränke für die Tiere der Elfen und viel mehr. Dann gibt es Elfen, die Sachen erfinden können. Alles Mögliche. Das kann ich gar nicht alles aufzählen…”, sagt er und holte Luft. “Also… Habe ich auch eine Gabe?”, fragte ich. “Sicher. Aber die bekommst du erst bald. Jetzt noch nicht.”, sagte mein Großvater. Ich hoffe eine tolle Gabe! Ich wollte nicht so eine langweilige Gabe wie… Mixturen mixen. “Und… was hat Eliod für eine Gabe?”, fragte ich neugierig. “Er kann in die Zukunft schauen.”, antwortete mein Grandpa. Deswegen hat er so geschaut! Ich hoffte mal, es ist nichts schreckliches passiert… “Wow. Das ist sicher sehr hilfreich.”, sagte ich. “Und sehr selten. So…”, er schaute schnell auf seine Uhr,”Deine Lehrerin ist bald da.” Er setzte sich gemütlicher hin. “Möchtest du mich noch etwas fragen?”, fragte er und zog eine Augenbraue hoch. “Ach… Ich habe genug Fragen…”, sagte ich. Er wartete ab. “Also… Darf ich meine Eltern kennenlernen?”, fragte ich. “Nein, das geht noch nicht. Ihr werdet euch bald sehen.”, antwortete er. “Oh… Aber… Sie sind doch meine Eltern…”, schluchzte ich und weinte los. Das war etwas… gespielt. Ich wollte unbedingt meine Eltern kennenlernen… Vielleicht ließ er sich erweichen…? Sah aber nicht so aus… Schade. Aber was hieß bald? Ich setzte mich im Schneidersitz auf dem Teppich nieder. Diese Stühle hier waren richtig hart! Auch Grandpa ließ sich auf dem Teppich nieder. “Noch etwas?”, fragte er. Ich gab auf! Der ließ sich wohl nicht erweichen… “Gibt es verschiedene Arten von Elfen?”, fragte ich. Ich wollte unbedingt wissen, welche Elfe ich war! “Es gibt millionen Arten von Elfen. Es gibt Sonnenelfen, Eiselfen, Naturelfen, Wahrheitselfen, Blumenelfen, Baumgeister und noch ganz viele mehr.”, sagte er. “Und ich bin…?”, fragte ich. “Das wirst du noch sehen.”, sagte er und zwinkerte mir zu. Meno… Ich wollte es jetzt schon wissen… “Welche Elfenart ist Eliod?”, fragte ich. “Ein Wahrheitself.”, antwortete er. Ich überlegte… Was könnte ich ihn noch fragen? Da klingelte es. “Ah, deine Lehrerin ist da. Warte einen Moment, Sakura.”, sagte mein Grandpa und sprang gleich auf. Ich musste kurz warten und schon kam die zarte Gestalt herein… “Jane?!”, rief ich entsetzt. “Ich muss dir da wohl etwas erklären…”, brachte sie hervor. Und jetzt konnte ich mich nicht mehr rühren…

lso, dann erzähl mir mal alles, Jane.”, sagte ich erschöpft. Ich konnte das länger nicht mehr ertragen. Ich wollte zurück ins alte Leben, jetzt ist auch noch meine beste Freundin teil dieser Welt! “Saku, das ganze geschah durch Zufall”, sagte sie, “Ich war schon in der Elfenwelt geboren. Ich lernte dich durch Zufall kennen. Erst hatte ich dich wirklich nicht erkannt. Du konntest dich an nichts erinnern. Deswegen dachte ich nichts. Von Zeit zu Zeit lernte ich dich mehr kennen. Und auch die Elfen wussten, wo du ungefähr warst. Und dann kam bei mir der Blitz. Du warst die Elfenprinzessin, meine beste Freundin. Das ganze war so ein Zufall. Ich war mir aber nicht genau sicher, schließlich gab es viele Sakuras.” Also war das Zufall? Das ganze kam mir vor wie in einem Fantasyroman. Alles so unwirklich. “Alles Zufall…?”, flüsterte ich. Das alles war einfach zu viel. “Wird alles so wie früher…?”, fragte ich, mehr mich selbst. “Ja, wenn wir das alles durchgestanden haben.”, wollte mich Jane beruhigen. “Und was heißt alles?!”, wollte ich wissen. “…. Nun, es gibt sogenannte ‘Seelen’. Sie leiten eine Monsterarmee, die Isya erobern soll. Das Ganze müssen wir natürlich verhindern.”, sagte sie. “Und ich soll das verhindern?!”, fragte ich geschockt. “Ja…”, sagte sie langsam. Ich wollte nicht gegen Monster kämpfen! Sollten sie sich doch bitte jemand anderes suchen, der das konnte. Ich war in Sport ja auch nicht die beste und jetzt sollte ich gegen Monster kämpfen?! “Wieso ich? Wieso nicht du? Wieso nicht jemand anderes?”, rief ich. “Saku, beruhige dich.”, sagte Jane. Beruhigen?! Ich sollte mich beruhigen? Wie sollt ich mich denn beruhigen, wenn ich nun wusste, dass ich –ja ich, die aus heiterem Himmel in die Elfenwelt kam- Monster bekämpfen sollte, und das ALLEINE!!! „Und mir kann also niemand dabei helfen?“ fragte ich. Jane schüttelte den Kopf „Niemand.“ Also gut. Niemand konnte mir helfen, ich war also mal wieder auf mich alleine gestellt. Trotzdem war ich noch ziemlich neugierig wie ich das anstellen könnte. Also fragte ich Jane einfach, sie müsste mir doch etwas mehr darüber sagen können: „Und wie bekämpfe ich diese Monster?“ Erst überlegte Jane und schließlich antwortete sie: „Mit der bloßen Hand natürlich nicht, würde schließlich eine ganze Weile dauern. Deswegen bräuchtest du erstmals eine Waffe.“ „Und was für eine Waffe stellst du dir da vor, Jane?“, fragte ich. „Ich weiß nicht, fragen wir am besten den Schmied, welche Waffe zu dir passen würde“, antwortete Jane. Es dauerte eine Weile bis wir beim Schmied ankamen, er empfohl mir einen Bogen. Ich stimmte ihm einfach nur zu, ich hatte trotzdem noch keine Ahnung wie ich Monster besiegen sollte, denn ich wusste ja noch nicht mal wie man so einen Bogen benutzte! Als wir zurück gingen fragte ich Jane wie man mit einem Bogen umging. Sie meinte, dass ich einfach nur auf mein Herz hören sollte, dann käme die Antwort von ganz allein, denn in der Elfenwelt ist so ziemlich alles möglich. Und diese Antwort bekäme ich schon bald. Denn wie Jane mir verriet, würde die Monsterarmee schon in weniger als 3 Tagen eintreffen, und ich war die einzige Person in der ganzen Elfenwelt, die diese aufhalten konnte ….

Niedergeschlagen wachte ich auf. „Ach, ich vermisse mein altes Bett…“, dachte ich. Bei mir zu Hause war mein tolles Himmelbett mit der weichen Matratze. Hier hatte ich ein Holzbett mit ganz vielen Decken drauf ohne Matratze. Moment, apropo zu Hause… Meine Eltern sind bestimmt schon in Panik geraten!!! „Wenn Jane auftaucht, frag ich sie gleich danach.“, sagte ich mir. „Guten Morgen, Miss Sakura.“, sagte das Zimmermädchen. Es war ein bleiches Mädchen mit kurzen braunen Haaren in schwarz-weißer Dienstkleidung. „Ach, hallo. Wollen sie schon das Bett machen?“, fragte ich lächelnd. „Ja, darf ich das?“, fragte das Zimmermädchen. „Klar. Ich gehe solange ins Bad.“, sagte ich und holte mir ein paar Klamotten, die im Schrank hingen. Fast alle grün. Bei denen hier schien die Lieblingsfarbe grün zu sein.
Nach dem Umziehen (ich hatte ein grünes Blätterkleid, braune Lederschuhe und ein grünes Haarband an) ging ich aus dem Badezimmer, wo schon Jane auf dem Sessel neben dem Bett saß. „Na, gut geschlafen?“, fragte Jane. „Nicht wirklich.“, antwortete ich. „Hey Saku. Nach dieser ganzen Sache werden wir immer noch beste Freunde sein, oder?“, sagte Jane. Ich lächelte. „Ja, klar!“ Sie grinste mich an. „Okay. Heute zeige ich dir, wie man kämpft! Außerdem habe ich hier deine Rüstung dabei.“ Sie griff in ihre braune Ledertasche. „Echt? Ich dachte, in den Sachen kämpfe ich?“, fragte ich und zeigte auf meine Klamotten, die ich anhatte . „Nein. Ich habe für dich robustere Sachen. Sie werden auch etwas schwer sein“, sagte Jane und gab mir die Kleidung, „geh bitte ins Badezimmer und zieh dich um.“ Ich schnalzte mit der Zunge. Das hatte ich doch eben schon gemacht… Naja… Was sein muss, muss sein.
Die Rüstung war wirklich schwer. Ich fühlte mich wie ein bepackter Esel. „Jane, du willst, dass ich darin kämpfe?“, meckerte ich. Sie kicherte. „Ich habe das gleiche an.“ Meine Augen wurden groß. Wie konnte sie sich so einfach in diesen 20 kg-Klamotten bewegen? „Ich werde dir zeigen, wie man in ihnen kämpft.“, sagte Jane. Na hoffentlich! Jetzt würde ich fast umkippen. „Komm, wir gehen in den Wald.“ Auf dem Weg fielen mir meine Eltern ein. „Du, Jane, was ist mit meinen Eltern? Die sind bestimmt schon in Panik!“, sagte ich. „Keine Sorge. Ich war bei ihnen und habe ihnen gesagt, dass du eine Zeit lang gerne bei mir übernachten willst. Sie haben gefragt, ob ich deine Sachen mitnehmen sollte. Habe ich auch, sie stehen ordentlich verpackt in meinem Baumhaus.“, antwortete sie und zwinkerte mir zu. Das war auf jeden Fall eine gute Nachricht. Nicht, dass meine Eltern zur Polizei gehen würden!
Okay, also… Willkommen zu meinem Militärtraining.“ Sie zwinkerte mir zu. „Militärtraining…? Ähm…“, sagte ich. „Ja, du musst in 3 Tagen unsere Armee anführen. Deswegen machen wir ein Powertraining!“ Ich seufzte stark. Ob ich das überleben würde?
Ohja! Es war ein Powertraining. Ich musste auf Bäume klettern (in der 20-kg-Rüstung!), auf Baumstümpfe schießen (Dort war ein Dartkreis (nennt man das so?) in der Mitte), mit einem Schwert gegen Jane kämpfen (und hatte bestimmt 100 Mal verloren) und musste noch durch den Wald rennen (wobei Jane immer schrie: „Saku!! Du musst viel schneller rennen, du rennst wie eine Schnecke!“). Nach diesem „Powertraining“ war ich einfach fix und fertig. „Ach Saku. Das war nix. Wie bekomme ich dich in noch 2 Tagen zu einer Meisterjägerin hin?“, fragte sie. „Ach tut mir leid, dass ich mich nicht schon früher zu einer Jägerin machte.“, meckerte ich. „Das ganze kotzt mich an!“, schrie ich. Und komischerweise fing ich an zu rennen „Bitte Saku, renn nicht weg!“, rief Jane. Nein, jetzt konnte ich nicht mehr. Mit Tränen im Gesicht rannte ich in den Wald. Ich wollte wieder nach Hause! In mein schönes warmes Bett und nicht hier in dieser komischen Welt sein, in der ich gegen Monster kämpfen sollte. Ich wusste nicht, wie lang und wie viel ich noch rannte. Aber nach kurzer Zeit gaben meine Füße nach und ich fiel auf den Boden. Weinend lag ich dort und konnte mich kaum noch bewegen.

nscheinend war ich eingeschlafen, denn als ich aufwachte, war der Himmel hell. Um mich herum waren große, hohe Bäume. Was hatte ich nur getan? Wie konnte ich denn wieder zurückfinden? Ach Mensch, war ich dumm gewesen… Wie würde ich hier überleben. „Hmm… Jane hatte mir doch gestern gezeigt, wie man jagt und wie man Wasser findet. Vielleicht ist das ein Vorteil.“, sagte ich. Glücklicherweise hatte ich meinen Bogen dabei! Falls jemand bedrohliches kommen würde, könnte ich kämpfen. Ein Knurren erklang. „Oh, bin ich hungrig.“, dachte ich, „was könnte ich hier essen? Hmm… Tiere kamen nicht infrage. Ich war schon immer Vegetarierin. Ich ging durch die Gegend und entdeckte einen Himbeerstrauch. „Na holla. Das ist doch was!“, rief ich strahlend.
Nach dem Essen stand ich auf und suchte nach einem Fluss. Das gestaltete sich sehr schwierig. So weit ich auch lief, nirgends fand ich Wasser. „Oh man, leichter gesagt als getan. Was mach ich nur? Ich muss hier weg und wieder zurück… Keine Ahnung, wie ich wieder hier herauskomme…“, dachte ich. „Hey, was machst du hier?“, rief jemand. Ich bekam fast einen Herzschlag. „Wer ist hier?!“, rief ich. Eine Eule landete vor meinen Füßen. „Nee. Das kann nicht sein… Du hast doch nicht-“, stieß ich hervor und wurde unterbrochen. „Doch, doch. Ich habe schon.“, sagte er. „Aha. Ich träume also. Gleich werde ich aufwachen.“, sagte ich. „Nö. Alles echt.“, sagte die Eule. „Hmm…“, machte ich und zwickte mich. „Ich scheine nicht zu träumen… Aber dann hab ich wohl Halluzinationen.“, sagte ich nachdenklich. Die Eule seufzte. „Hast du noch nie ‘ne Eule gesehen?“, fragte sie. „Eine,die sprechen kann nicht.“, sagte ich. „Achso. Woher kommst du denn? Vom Mars?“, fragte die Eule spöttisch. „Nö, ich bin Sakura von der Erde.“, sagte ich. „Schön, dich kennenzulernen. Ich bin Palatinus.“, sagte der Uhu feierlich. „Auch erfreut. Gibt es hier überall sprechende Eulen?“, fragte ich. „Hmm-mhhm. Nicht so viele. Ein paar sehe ich gelegentlich.“, sagte Palatinus. „Naja. Was meine Frage ist: Kennst du dich hier im Wald aus?“, fragte ich. „Klar. Hier muss ich mich den ganzen Tag langweilen.“, sagte er lässig. „Okay. Kannst du mich bitte zum Elfenzentrum führen?“, fragte ich. „Achso. Du bist unsere verschollene Prinzessin, ja?“, sagte er. „So sieht’s aus.“, sagte ich. „Na dann klar. Wenn ich mitkommen darf?“, fragte er. „Du willst bei mir bleiben?“, fragte ich. „Joa. Hier ist es so langweilig und so öde.“, sagte Palatinus. „Okay, deal.“, sagte ich.

Sag mal, kannst du etwas langsamer fliegen?“, rief ich während ich der Eule hinterher rannte und langsam aus der Puste kam. „Nö!“, rief Palatinus. „Na klasse. Was machst du, wenn ich zusammenbreche?“, fragte ich ihn. „Dann muss ich dich halt solange mit dem Schnabel piksen, bis du aufstehst.“, antwortete Palatinus. „Gute Idee.“, sagte ich verärgert. Mit dem konnte man doch kaum reden! Na wenigstens kam ich jetzt aus dem Wald. „Okay. Nicht mehr lange, dann haben wir es geschafft!“, rief mir Palatinus zu. „Okay.“, sagte ich etwas beleidigt.
Nach den gefühlten drei Stunden Rennen konnte ich schon das Baumhaus sehen. War ich wirklich so viel gestern gerannt? „So. Soll ich mitkommen?“, fragte Palatinus. „Gerne. Das wird sicher kein Zuckerschlecken.“, sagte ich.
Im Baumhaus wurde ich gleich mal überfallen naja… fast bekam ich keine Luft mehr. „Man, Sakura. Jetzt rennst du auch noch weg!“, rief mein Großvater, als er mich sah. Jane hatte sich zurückgezogen nachdem sie mich mit der Umarmung überfallen hatte. „Saku. Was machst du nur? Weil du weggelaufen bist, ist es schon Mittag und wir haben weniger Zeit zum Trainieren. Na klar. Das Training. „Wir müssen die Zeit wieder aufholen. Ich wünschte, wir könnten uns mehr Zeit verschaffen.“, sagte Jane traurig, „wie schaffen wir das nur?“. Und wieder fühlte ich mich so nutzlos. „Hmm-mhhhm.“, machte ich. „Hey. Ich habe eine Idee.“, sagte mein Grandpa. „Welche?“, fragte Jane skeptisch. „Eine alte Freundin von mir ist die Elfe der Zeit. Sie kann uns mehr Zeit verschaffen!“, rief Großvater begeistert. „Super! Ruf sie gleich an!“, rief ich. „Anrufen?“, fragte Grandpa. „Ach so. Habt ihr hier kein Telefon?“, fragte ich. „Nein. Wir können uns per Telepathie verständigen.“, sagte Jane. Aha. Toll. „Also können wir unsere gegenseitige Gedanken hören?“, fragte ich. „Nicht wirklich.“, sagte Jane, „Wir rufen uns durch die Köpfe an. Wenn wir annehmen, können wir in Gedanken miteinander sprechen.“ Okay. Das war irgendwie… schräg. „Nun ja. Dann mach das bitte.“, sagte ich. „Übrigens, Saku. Das müssen wir auch noch üben!“, rief Jane, „fangen wir gleich damit an.“ Jane sprach ein paar komische Worte. Ein kleines Zucken kam durch meinen Kopf. „Du musst Zialana sagen.“, sagte Jane. „Zialana.“, sagte ich etwas verwirrt. Janes Stimme kam durch meinen Kopf. „Super! Jetzt musst du mich ,anrufen’. Sag Alanzia legium.“ Die „Leitung“ wurde durchbrochen. „Alanzia legium.“, sagte ich. Ein Zucken kam durch meinen Kopf. „Super! Merk dir diese Worte.“, ertönten Janes Worte in meinem Kopf. „Okay.“, dachte ich. Die „Leitung“ wurde durchbrochen. „So. Das kannst du schon mal.“, sagte Jane. „Was muss ich noch können?“, fragte ich. Du musst zaubern können.“, sagte Jane. „Okay?“, fragte ich, „Was für eine Magie habe ich nun?“ Das ganze war sehr verwirrend. „Du hast die Windmagie.“, sagte Jane feierlich. „Nun, was kann ich denn jetzt?“, fragte ich. „Du kannst fliegen, Stürme herbeizaubern und viel mehr.“, rief Jane fröhlich. „Ah, das mit dem Fliegen hört sich schon mal gut an. Was soll ich dafür machen, damit ich fliegen kann und das ganze Zeug?“, fragte ich. „Du musst es dir nur vorstellen.“, sagte meine Freundin und zwinkerte. „Okay. Soll ich es mal probieren?“, fragte ich. „Na klar. Auf geht’s.“, sagte Janufte. Ich stellte mich fliegend vor. Und es klappte! Schon nach einer Sekunde erhob ich mich in die Luft. „Oh mein Gott!“, schrie ich fröhlich und strahlte über das ganze Gesicht. Das war echt irre! Ich machte mehrere Loopings in der Luft. Mir war kein bisschen schlecht. „Okay. Und jetzt musst du dir einen kleinen Sturm vorstellen, den du auf den Baum dort drüben losschickst.“, rief mir Jane zu und zeigte auf einen Baum. Gesagt, getan. Schon strömte eine Sturmwelle auf den Baum zu. „Oha.“, sagte ich und staunte nicht schlecht. „Super.“, sagte Jane und zwinkerte mir zu. „Hey“, sagte Grandpa, „Aria hat uns eine Woche mehr Zeit gegeben. Solange steht die Zeit für die Monster still.“ Das waren gute Nachrichten. „Super!“, rief Jane. Moment! „Hey Grandpa. Wieso gibt sie uns nicht gleich ein Jahr Zeit?“, fragte ich Grandpa. „Die Zeit ist bei Aria begrenzt, würde sie uns so viel Zeit geben, könnte sie sterben, da das sehr viel magische Kraft kostet.“, antwortete er. „Ach so.“, sagte ich. „Saku, ich habe ein Buch für dich. Dort stehen alle magischen Fähigkeiten.“ Oh, super. Wieder lernen… Naja, besser als Englischvokabeln.

Versucht konzentriert zu sein blätterte ich im Buch herum. „Hmm… Nicht wirklich schwer, ich musste mir nur die ganzen Attacken merken. „Über 50 verschiedene Attacken…“, sagte ich seufzend. „Hey, Sakura. Das packst du schon.“, rief Palatinus. „Hmmm-mhhm.“, machte ich. Zum Glück hatte ich jetzt eine Woche Zeit. Aber was ist mit meinen Eltern, die denken, ich würde in die Schule gehen? „Du, Palatinus“, sagte ich, „kannst du zu Jane fliegen und fragen, ob sie hierher kommt?“ Ich würde sie schon ausfragen! „Oh nö“, stöhnte der Uhu „muss das sein?“ Ja ja, der alte Faulpelz. „Jepp. Auf, bitte.“, sagte ich und schmollte. Er seufzte tief. „Okay.“, sagte er und flog aus dem Fenster. Na also. Während Palatinus Jane suchte, musste ich das Zeug lernen. Zum Glück musste ich nicht irgendwelche Zaubersprüche aufsagen wie beim „anrufen“.
Hey, Saku“, sagte Jane, als sie zur Tür hereinkam, „Palatinus schickte mich hier her. Was ist los?“ – „Ich wollte dich wegen meiner Eltern fragen. Sie denken doch, dass ich bei dir sei.“, sagte ich ihr. „Ah ja. Ich habe dich nachts geklont.“, sagte Jane und strahlte über beide Ohren. „Hm? Geht so was?“, fragte ich. „Ja. Hier schon. Dein Klon ist währenddessen bei deinen Eltern und macht alles für dich.“ Hilfreich. Vielleicht könnte ich das immer so machen? Zu Hause bleiben anstatt in die Schule gehen? Eine tolle Vorstellung! Aber ich müsste dann noch zu Hause das ganze Zeug lernen… Oder würde ich den Klon auch noch für mich arbeiten lassen. Hm… Bestimmt würde er nach einer Zeit rebellieren. Nein. Dann lieber doch in die Schule gehen. „Das ist gut. Ich würde nie wollen, dass meine Eltern sich Sorgen um mich machen.“, sagte ich lächelnd. „Du, Saku, wollen wir dann nach dem ganzen Kram wieder Spaß haben wie früher? DVD-Abende und so.“, fragte Jane. Bestimmt mochte sie es nicht, dass wir uns nicht mehr wie beste Freunde verhielten… Ich auch nicht. Es kam mir nicht mehr so vor wie früher. „Wenn ich dann noch lebe.“, sagte ich etwas ängstlich. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen in einer Woche gegen eine ganze Armee zu kämpfen. „Hey, Jane. Du sagtest, mir könnte niemand helfen gegen die Monster zu kämpfen, erinnerst du dich? Aber vor Kurzem sagtest du, ich werde eine Armee anführen.“ Das wollte ich schon länger fragen. „Ja. Das stimmt. Wir haben es dir bis jetzt noch nicht gesagt. Du wirst gegen den Anführer kämpfen. Wir nehmen uns seine Untertanen vor. Ich werde dir helfen, den Anführer zu finden, aber den Rest musst du dann machen.“, antwortete Jane. „W…Wie? Ich gegen ein riesiges Monster?“, stotterte ich. Nein… Das würde ich nicht überleben… Wenn ich diesem Ding gegenüber stehen würde, würde ich gleich umkippen… „Jane, das werde ich nicht schaffen.“, sagte ich. „Doch, du wirst es. Du bist immerhin die Elfenprinzessin.“ Ja, klar. Aber immer noch kein Grund dafür, dass ich es bekämpfen konnte. „Du, wieso eigentlich ich? Du kannst doch viel besser kämpfen.“, sagte ich. „Naja. Ich habe keine effektive Magie. Ich kann Blumen aufblühen lassen. Das ist keine Kampftechnik.“, sagte Jane traurig. Oh, bestimmt war das für sie sehr traurig. Aber ich hatte eine Idee. „Hmm… Du könntest doch so riesige, mutierte Blumen aufblühen lassen.“, sagte ich kichernd. Jane ging ein Licht auf. „Hey. Gar nicht mal schlecht!“, rief sie fröhlich, „Ich werde gleich schauen, ob das in meinem Buch steht.“ Schon rannte sie weg, sprang vom Baumhaus runter in den Laubhaufen, der unten zusammengefegt war. 

Hmm… Ich hab die Hälfte des Buches schon gelesen.“, sagte ich und gähnte. Das ganze Zeug konnte ich mir nicht wirklich merken, aber das meiste schon. Ich musste es mir ja nur vorstellen. „Sag mal, gegen wen musst du nochmal kämpfen?“, fragte Palatinus, der auf meiner Schulter saß. „Mir hat Jane nicht gesagt, wie er aussieht. Auf jeden Fall ist er irre stark. Wir haben uns schon abgesprochen, wie wir vorgehen. Die Armee der ‘Bösen’ kommt von der Westseite des Schlosses. Wir müssen in diese Richtung marschieren. Ich muss ganz vorne sein. Die anderen kämpfen gegen die Armee, während ich zu deren Anführer fliege, welcher sich in einem Turm im Himmel befindet. Es ist wirklich hilfreich, dass ich fliegen kann. Jane kommt mit mir.“, sagte ich zu Palatinus, während ich weiter im Buch herumblätterte. Ich muss sie also tragen. Gut, dass ich in Sport geübt habe, sie Huckepack zu tragen. (Unser Lehrer wollte das so) Ich fühlte mich immer noch wie in einem Film. Das ganze aus einem Fantasyfilm, wo die Guten sowieso siegten. Aber es war real.
„Hey, Saku. Komm mit.“, sagte Jane, die mich erschreckte, da sie unangemeldet kam. „Heute werden wir kämpfen.“ Oha. Jetzt gings also zur Sache. „Ich werde dir sagen, wie du deine Magie mit deiner Waffe kombinieren kannst.“, fuhr sie fort, „Dabei musst du Windbomben mit dem Bogen abschießen.“ Aha. Und wie? Als ob sie meine Gedanken gelesen hatte, antwortete sie gleich: „Du musst es dir vorstellen.“ Wie konnte ich das alles nur schaffen? Wie würde ich überleben? Das letzte Powertraining war eine einzige Quälerei. Hoffentlich würde ich mich jetzt besser machen! „Also, Sakura. Ich habe schon Dartkreise aufgestellt, du musst nur vorstellen, wie du Windkugel mit deinem Bogen abfeuerst.“, sagte sie und zeigte mir die Dartkreise. „Versuche genau zu zielen.“ Okay, ich versuchte es. Konnte ja nicht sehr viel schiefgehen. Ich zielte und… Ja, es ging! Ich hatte die Mitte des Kreises genau getroffen! „Super!“, lobte mich Jane. Und das übten wir den ganzen Tag lang und noch die Attacken ohne den Bogen vom Buch.
Na also, du kannst es alles!“, rief Jane begeistert. Hmm… Ja, ich konnte es. Aber könnte ich gegen diesen geheimnisvollen „Anführer“ antreten? Die Frage ging mir schon seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf. In 3 Tagen würde die Armee schon da sein… Ob ich das schaffen konnte? „Saku, das schaffst du schon.“, sagte Jane und lächelte mir aufmunternd zu. Ja… Das sagte sich so leicht. Wir würden es sehen.

Es war der Tag vor dem großen Tag. Jane gab mir eine gut gestärkte Rüstung, die bestimmt 30 kg wog! „Jane! Wie viel wiegt das Ding?“, fragte ich sie entsetzt. „28 kg.“, antwortete sie unbeeindruckt. Fast richtig geraten! „Saku, wir haben in den letzten Tagen hart traininert, du kannst kämpfen. Wir haben den Plan durchsprochen, oder?“, sagte sie ernst. „Ja.“, antwortete ich und musste heftiger atmen. Morgen konnte ich schon tot sein! „Wir marschieren der Monsterarmee entgegen, während die Monster beschäftigt sind, fliegst du mit mir hoch und dann zu ihrem Reich. Falls uns jemand angreift, flüchten wir oder du schlägst zurück mit deinem Tornado und ich schieße sie ab.“, erklärte sie noch einmal, obwohl ich ihr bestätigt hatte, dass ich den Ablauf wusste. Was für ein Plan… Ich hatte noch schnell die Karte abgezeichnet (die sehr schlimm aussah).„Mach schon, die soll nicht so toll aussehen. Man muss sie nur lesen können.“, hatte sie gesagt.  Hmm… Sie war trotzdem nicht wirklich lesbar. Wie auch immer, vielleicht konnte Jane sie ja lesen? „Können wir nicht die Karte einfach mitnehmen?“, fragte ich sie. „Ach, gib den Stift her. Ich zeichne sie ab.“, sagte sie. Und… wow! Sie hatte echt toll ausgesehen!

Kein Wunder, Jane hatte eine eins in Kunst bekommen.
„Heute werden wir alle Sachen zusammensuchen und dann ausruhen, damit wir genug Kraft für morgen haben.“, sagte sie zu mir. Ja, wenn nicht, dann… Ich wollte nicht daran denken. „Komm, Saku. Wir machen das Essen.“, forderte Jane mich auf.
„Hey, ihr beiden. Ich habe Heiltränke für euch.“, sagte Eliod als er in die Küche kam (Toll, dass in meinem Baumhaus auch eine Küche war!). „Ist das hier dein Loverboy?“, fragte Palatinus spöttisch. „Nein!“, rief ich sauer. „Kein Grund auszuflippen, Schätzchen.“, sagte Palatinus. Ich merkte, dass Jane leicht rot wurde. „Dankeschön.“, sagte Jane und lächelte ihn an. Konnte aus ihnen ein Liebespaar werden?, fragte ich mich, als ich sah, wie sie strahlten. Das konnte ich mir vorstellen. Irgendwie passten sie gut zusammen. „Saku, hast du deinen Salat fertig?“, fragte sie. Ich nickte. Wir hatten den Proviant gemacht, da die Reise länger dauerte als man dachte. Ein paar Stunden, in diesen Stunden konnte man Stärkung gebrauchen. „Nun, dann lass uns noch kurz trainieren.“, forderte sie mich auf. „Moment! Wollten wir uns nicht ausruhen?“, stammelte ich. In den letzten Tagen hatte ich genug trainiert, wie ich fand. „Ein bisschen Training muss aber sein.“, sagte sie und zwinkerte mir zu. Okay, das würde ich noch überstehen. „Wir trainieren nicht lange.“, fuhr sie fort. Ein paar Stunden, dann hatte ich es geschafft und durfte ins Bett.
„Miss Sakura. Sie haben Besuch.“, sagte das Dienstmädchen höflich. „Dann lassen sie ihn rein.“, antwortete ich. „Faulpelz! Bist wohl zu faul, um alleine die Tür aufzumachen.“, ärgerte mich Palatinus. Ich war gerade ins Bett gestiegen und gleich wurde ich wieder rausgeworfen! Was für ein Mist. „Sakura! Wir haben uns länger nicht gesehen.“, sagte Grandpa, als er zur Tür hereinkam. „Grandpa!“, rief ich fröhlich. „Jetzt kommt das große Knuddeln.“, kam es von Palatinus. Ja, ich hatte ihn echt lieb gewonnen. „Sakura. Bist du bereit, gegen den Anführer anzutreten?“, fragte er mich. Ich nickte leicht. „Sakura. Meinst du es ernst?“, fragte er mich. „Ja.“, antwortete ich. Es ließ sich anscheinend nicht vermeiden. Ich hatte trainiert, ich würde es schaffen. „Das war das einzige, was ich wissen wollte. Ich sollte dich alleine lassen. Bis morgen, zum großen Tag.“, sagte er nur noch und dann verschwand er während ich ins Land der Träume wanderte. Morgen also hing es davon ab, ob hier alle weiterleben würden.
„Essen? Heiltränke? Bogen? Stiefel? Hose? Hemd? Mütze?“, fragte mich Jane ab. Ja, ich hatte alles zusammen und mir noch andere Sachen in den Rucksack gesteckt. Sachen, die ich heute benötigte. Aber ich wollte nicht weiter darüber nachdenken. „Okay, auf geht’s, Saku.“, sagte sie.
Draußen standen schon alle bereit. Magier innen, Krieger außen. Grandpa kam zu uns. „Saku, Jane, kommt uns heil zurück, ja?“, sagte Grandpa lächelnd. Ein trauriges Lächeln. Ich lächelte ihn an. „Mach dir keine Sorgen, Grandpa.“ Nun, ganz ernst meinte ich das nicht, aber… Ich wollte auch nicht so was sagen wie „Das kannst du vergessen. Der macht aus mir Hackfleisch.“ Jaja, gestern klang ich noch positiver gestärkt, nur… war ich heute richtig nervös. Aber wer wäre das nicht? Gegen ein riesiges Monster kämpfen und das alles in einer Woche gelernt? Die Überlebenschancen standen schlecht. Wieso ich riesig sagte? Ich stellte mir den Anführer ganzer Monster so vor. Ein Angst einflößender Riese, der jeden zerquetschen konnte. Jane riss mich aus den Vorstellungen. „Saku, träumst du?“, fragte sie. „Nein, nein. Alles okay.“, antwortete ich nachdenklich. Das hatte sie mir bestimmt nicht abgenommen. Aber sie fragte nicht weiter. „Komm, Saku. Es ist an der Zeit.“ Ja, jetzt würden wir losgehen. „Hey! Wollt ihr ohne mich gehen?“, fragte Palatinus. „Du willst mitkommen?“, fragte ich ihn zurück. „Na klar. Ich werd’ hier nicht alleine hocken und hoffen, dass du nicht zu Hackfleisch verarbeitet wirst. Außerdem können wir uns abwechseln, die da“, er zeigte auf Jane, „zu schleppen.“ Das klang aber sehr nach einer Beleidigung. „So viel wiege ich auch nicht!“, rief Jane empört. Ich musste lachen. Die beiden waren echt goldig.

Puh. Ich glaub, ich schaff dich nicht länger“, sagte ich, „lasst uns eine Pause einlegen.“ Wir waren schon eine Stunde ohne Unterbrechung geflogen und ich war dem Zusammenbruch nahe. „Okay. Lasst uns kurz dort unten ausruhen und etwas essen.“, sagte Jane. Ich versuchte sanft zu landen, doch es kam nur eine Sturzlandung heraus. „Aua.“, stöhnte Palatinus und strich sich über seinen Kopf. Ich stöhnte. Wenn ich das schon nicht schaffe, wie schnell lag ich dann vor dem Monsterkönig? Hach. Ich sollte nicht darüber nachdenken. Jane stand als erstes auf. „Kommt, wir essen etwas.“ Behutsam packten wir unseren Proviant auf. Ein kleiner Salat, drei Brötchen und zwei Äpfel sowie zwei Flaschen Wasser. Das konnte jeder in seinem Lunchpaket vorfinden. Sogar Palatinus hatte ein kleines. Mit ein bisschen Obst und Wasser. „Hmm… Und die denken, davon werde ich satt?“, meckerte er. Tja. Pech gehabt.
„Nicht mehr lange. Ich sehe schon das Schloss.“, sagte ich. Höchste Zeit! Ich brach bald zusammen. Auf dem Weg hatte uns ein Vogel angegriffen. Jedenfalls schien es mir ein Vogel zu sein. Nur in XXL-Größe. Ungefähr drei Meter lang und ein Meter breit. Ein riesiges Ding! Wahrscheinlich eine Mutation. „Wir sind da. Bist du bereit, Saku?“ Ich nickte. „Das ist mal ‘ne Hütte.“, sagte Palatinus.

Wir müssen an den Wachen vorbei“, sagte Jane. „du lenkst sie ab.“ Sie schaute Palatinus an. „Ne oder? Muss das sein?“, fragte er. „Ja. Mach irgendwelche Grimassen, sodass sie dir hinterher rennen. Dann versteckst du dich irgendwo. Dann, wenn sie nach dir suchen, fliegst du ins Schloss. Alles klar?“, erklärte Jane. Irgendwie vermisste ich die alte Jane auch. Diese hier war viel ernster. „Flieg los!“, kommandierte Jane. Und schon verschwunden die Wachen. Ich packte Jane und wir flogen ins Schloss. Es war schwarz und wenn ich mir die Hölle vorstellte, dann wie hier. Wir mussten aufpassen, denn überall waren Wachen. Und sie waren riesig. vierfach so groß wie wir. Wie groß würde der Anführer sein? Ich schauderte. Das ganze Schloss war auch riesig gebaut. Große Türen, hohe Wände, breite Flure. Eigentlich ein Vorteil für uns, wir waren nicht so groß und konnten uns besser fortbewegen da wir nicht so auffällig waren. „Jane, was jetzt?“, fragte ich sie leise. „Ich glaube, ich habe noch einen Unsichtbarkeitstrank. Den wollte ich eigentlich aufsparen…“, flüsterte sie. Ich entdeckte eine Kammer. „Hey, wir könnten uns als Wachen verkleiden!“, sagte ich. Ich musste mich selbst loben, dass ich auf so eine Idee kam. „Gute Idee, dort steht keiner, komm.“, flüsterte sie. Ich versuchte möglichst unauffällig über den Flur zu kriechen. Wenn die uns sahen, waren wir erledigt! Zum Glück kamen wir heil an. Jane wollte die Tür leise öffnen. Aber sie war verschlossen! Mist! Wir wollten wir da rein? Jane kramte in ihrer Tasche herum. „Gut, dass ich dafür etwas dabei hatte.“, sagte sie lächelnd. Einen Schlüssel hielt sie in ihrer Hand. „Was ist das? Glaubst du, der passt da rein?“, fragte ich skeptisch. „Es ist ein magischer Schlüssel, er passt sich der Tür an.“, erklärte sie. Ach so, ich hätte nicht gedacht, dass es so was gibt… Wenn ich wieder in der anderen Welt sein würde, könnte ich als Meisterdiebin alle tollen Klamottengeschäfte plündern… aber natürlich meinte ich das nicht ernst. Jane öffnete leise und flink die Tür. „Komm, schnell. Bevor die Typen es merken.“, kommandierte sie mich rum. Wie gesagt, nicht die Jane, die ich kannte. Wir schlichen rein. Zum Glück merkten die Wachen nichts! Irgendwie erschien es mir, als ob sie blind wären. So winzig waren wir auch nicht, aber sie merkten es nicht. „Gut, dass die Typen kein gutes Sehvermögen haben. Dafür verlassen sie sich auf ihr Gehör. Und gut, dass wir Elfen flink und leise sind.“, sagte Jane. Aha. Also richtig geraten. „Wir müssen zusammen in eine Wachuniform. Ich übernehme die Beine, du den Kopf.“, fuhr sie fort. „Glaubst du, das schaffen wir?“, fragte ich unsicher. „Klar, so winzig sind wir auch nicht. Es heißt doch: Klein, aber oho.“, antwortete sie und strahlte. Das überzeugte mich… irgendwie. Zusammen legten wir also die Wachkleidung an. Zum Glück war sie nicht sonderlich schwer, trotzdem war es schwer, übereinander rumzulaufen. „Saku, denk an unser Gleichgewichtstraining.“, sagte sie. Und ich stellte mich gerade hin und versuchte, das Gleichgewicht zu halten. Und es klappte. Jane stand auch gerade und ich wunderte mich, dass das jetzt wunderbar klappte. In einem Spiegel, der im Zimmer hing, sah ich, dass wir einen richtigen Wachposten vortäuschen konnten. Durch die Tür schafften wir es, doch als wir neben den Wachen herliefen, zitterten wir etwas. Kein Wunder! Die Brocken waren richtig Angst einflößend. „Hey, du da. Wohin gehst du?“, fragte der Brocken mit dunkler und rauer Stimme. Ich zitterte. „Wir haben den Befehl bekommen, zum Hauptbüro zu gehen.“, sagte Jane ohne jegliche Angst in der Stimme. Wie konnte sie einfach so selbstsicher antworten?! Das war mir ein Rätsel. „Ach so. Dann geh.“, antwortete er. „Gruseliger Typ.“, flüsterte ich. „Hier sind alle gruselig.“, sagte Jane.

Und schon sahen wir vor der Tür vom „Anführer“. „So, Saku. Jetzt geht’s los.“, flüsterte Jane. Wir hatten die Verkleidung bereits abgelegt und saßen unter einem Tisch, auf dem dekorativ eine Vase mit schwarzen Rosen stand. „Jetzt kommt der Unsichtbarkeitstrank.“, flüsterte sie und kramte das kleine Fläschchen hervor. Sie trank daraus und prompt konnte ich sie kaum sehen. „Hier, trink.“, forderte sie mich auf. Ich trank gehorsam. „Ahialosia Sakura lam.“, sprach Jane. Und auf einmal konnte ich sie sehen. „Jane, was war das?“, fragte ich sie. „Nun kannst du mich sehen und ich dich. Aber nur wir können uns gegenseitig sehen. Auf geht’s, wir können nun durch die Wände gehen.“, sagte sie. „Wie Geister?“, fragte ich nach. Sie überlegte kurz. „So in etwa. Wenn es sie überhaupt gibt.“, antwortete sie. Wenn es Elfen und so welche Monster gab, dann sicherlich auch Geister. „Also, wenn wir durch die Wand gegangen sind, greife ich seine Wachen und du den Anführer an.“, erklärte sie. „Okay.“, antwortete ich. „Mach deine Waffe bereit.“, kam es von ihr. Und so folgte ich ihr durch die Wand und zielte auf den Mann, der auf einem großen Stuhl (Thron?) saß und von Wachen umgeben war. Ich konnte ihn nicht sehen, da der Thron umgedreht war. Anscheinend waren wir durch eine Hintertür gekommen, aber besser so. So konnte er nicht so schnell reagieren. Und jetzt geschah alles auf einmal. Jane hatte alle Wachen mit einem Mehrfachschuss auf sich gelenkt und sprang flink durch den Raum, während ich schon auf den Typen auf dem Thron schoss. Ich starrte den „Anführer“ verwirrt an, als er aufstand und sich mir zuwendete. Was war denn jetzt los?

Ein kleines Kind! Das war doch jetzt ein Scherz, oder? Wie konnte der denn die ganzen riesigen Monster dazu bringen, ihm zu dienen? Und dann passierte es: Ich konnte nur noch ein riesiges orangenes Licht sehen und schon lag ich da. Uff… was war das? „Saku! Du musst wachsamer sein!“, rief Jane in meinen Gedanken. „Er ist klein, aber seine Feuermaige ist sehr mächtig.“ In Ordnung! Jetzt wusste ich die Antwort auf meine Frage. Wie von Zauberhand kämpfte ich einfach. Wie automatisch. Geschickt konnte ich den Angriffen ausweichen und sie abwehren. Wie in einem Fantasyfilm rauschte die Magie um uns. Ich fühlte mich so, als ob ich das mein ganzes Leben getan hatte. „Super, Saku!“, rief Janes Stimme in meinen Kopf. Doch der Kleine hatte keinen Kratzer abbekommen. Er stand seelenruhig auf dem Boden und lief nirgends rum. Er konnte meine ganzen Angriffe einfach abwehren. Und da kam es wie ein Blitz in meinen Kopf. Ich sauste auf ihn los. Und schon stand ich da und hatte ihn umarmt.

Kleiner Bruder.“, sagte ich. „Ich hab mich erinnert.“ Ich drückte ihn noch fester. „Wieso machst du das?“, fragte ich ihn und heulte. „Sakura…“, flüsterte er. Ich wollte nicht gegen ihn kämpfen. Palatinus platzte herein„Was’n hier los? Ich dachte, ihr kämpft? Wieso heult ihr und wer ist der Knirps?“, fragte er. „Mein kleiner Bruder… Der Anführer der Monsterarmee. Wieso hast du das getan?“, fragte ich noch einmal. Jetzt reagierte er. „Ich war so einsam.“, sagte er. „Mama und Papa waren so traurig. Sie dachten nur noch an dich. Deswegen bin ich weggelaufen.“ Ich drückte ihn fester. „Ich bin jetzt da. Komm mit uns. Bist du jetzt nicht auch einsam?“, flüsterte ich. „Ja.“, antwortete er. „Sakura. Ich verstehe nichts.“, sagte Jane. Das konnte sie auch nicht. „Das ist mein kleiner Bruder…“, sagte ich ihr. „Aber wieso… ach ich versteh eh nichts.“, sagte sie. Sie gab auf. „Kommt, wir gehen.“

Du bist zurück…“, flüsterte Grandpa, als er meinen Bruder in den Armen hielt. Er lächelte. „Ja.“, sagte er. „Wie hast du dich erinnert?“, fragte mich Grandpa. „Ich weiß nicht. Auf einmal wusste ich es. Ich sah sein bedrücktes Gesicht… Er ist weggelaufen…“, antwortete ich. „Ja. Vor ein paar Jahren. Wir haben alles durchsucht, doch wir haben ihn nicht gefunden…“, sagte Grandpa traurig. „Nun, Sakura. Es wird Zeit, dass du deine richtigen Eltern kennenlernst.“ Ich hatte große Augen bekommen. „Komm, Schwester.“, sagte mein Bruder. „Du, wie heißt du eigentlich?“, fragte ich ihn. „Alaniel.“, antwortete er. „Alaniel. Ein schöner Name.“, sagte ich. „Komm.“, sagte er und führte mich zu einer riesigen Tür. „Es ist Zeit, Mami und Daddy zu sehen.“, sagte er und strahlte über das ganze Gesicht. „Ja…“, brachte ich nur hervor und schon zog er mich durch die Tür. Zwei wunderschöne Elfen saßen dort, eine kleinere blonde Elfe und ein brünetter Elf,  auf ihren Thronen und schauten verdattert zu uns, als Alaniel anfing zu rennen und ich fast umfiel, weil er mich so zog. „Mama! Daddy!“, rief er. „Ihr…“, brachten meine Eltern nur hervor und umarmten uns, „Alaniel, mach das nie wieder, hörst du?“ Sie lösten sich aus der Umarmung. „Sakura! Dich wird uns jetzt niemand wegnehmen.“, sagte mein Vater. Beide weinten sie, ebenso Alaniel und ich. „Jetzt können wir für immer zusammen sein.“, sagte mein Vater. Das kam mir irgendwie zu schnell. „Mama, Papa, ich habe nette Eltern in meiner Welt… Ich… Das geht mir zu schnell. Meine Eltern lieben mich… Ich kann doch nicht einfach so gehen.“, stotterte ich. Sie sahen bedrückt aus. „Okay. Wie wäre es, wenn du uns ganz oft besuchst?“,  schlug meine Mutter vor. „Klar.“, sagte ich. Ein lautes Geräusch erklang, während ich richtig erschrak, waren die anderen gar nicht erschrocken. „Jane!“, rief ich erfreut. „Hi!“, rief sie zu mir, ebenfalls fröhlich. „Aha, das ist deine Freundin?“, fragte meine Mutter. „Ja, meine beste Freundin. Schon lange.“, antwortete ich. „Jane, bleibst du dann hier?“, fragte mein Vater. „Nein, ich werde auch wieder in die andere Welt gehen. Ich kann ja nicht meine beste Freundin alleine lassen.“, sagte sie und stoß ihren Ellenbogen in meinen Bauch. „Na dann, sehen wir uns immer am Wochenende?“, fragten meine Eltern. „Klar, aber wie komm ich überhaupt hier hin?“, fragte ich zurück. „Moment… mit einer Kette. Ich glaube, ich habe noch eine da.“, murmelte meine Mutter und suchte in einer Tasche. Nach ein paar Minuten kam sie zurück. „Hier.“,sagte sie. „Sag Haluniels Beneses. Dann kommst du direkt hier hin.“ Ich betrachtete die Kette. Ein roter Stein, vermutlich ein Rubin, war an der Kette. „Wir sehen uns dann nächste Woche.“, sagten meine Eltern. Ich ging glücklich mit Jane nach Hause.

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Das war die Geschichte.! Wuhuuu über 8200 Wörter :D . Hoffe, sie hat euch einigermaßen gefallen :P . Lg Vio 

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